Was ist Primärförderung, Sekundärförderung und Tertiärförderung?
Primärförderung: Aufgrund des Lagerstättendruckes kommt anfangs Erdöl und Erdgas mit Eigendruck an die Erdoberfläche. Mit nachlassendem Druck ist es erforderlich zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, damit Erdöl und Erdgas weiter gefördert werden können. Dazu zählen z.B. der Einsatz von Pump- Jacks, Plunger-Pumps oder auch Hochdruckkreiselpumpen. Mit der Primärförderung werden durchschnittlich ca. 20% des Lagerstätteninhaltes ausgeschöpft (Entölungsgrad).
Sekundärförderung: Damit die Gewinnung auch nach der Primärförderung aufrecht erhalten werden kann, sind Maßnahmen zur Aufrechthaltung des Lagerstättendruckes nötig. Die eingesetzten Verfahren sind das Wasserfluten, Fracturing, chemische Stimulation oder die Gasinjektion. Dies führt dazu, dass der Entölungsgrad auf bis zu 32% gesteigert werden kann.
Tertiärförderung: Durch die Tertiärförderung lässt sich der Entölungsgrad auf ca. 45% erhöhen. Dabei wird auf die Kräfte eingewirkt, die das Erdöl daran hindern, sich im Porenraum zu bewegen, wie z.B. seine Viskosität oder Zähflüssigkeit. Dies wird z.B. durch thermische Verfahren erreicht (Einpressen von heißem Wasser oder Dampf). Da diese Verfahren allerdings sehr kostenaufwendig sind, muss vor deren Einsatz der wirtschaftliche Nutzen geprüft werden.
Stand: November 2009
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Kapitel „Presse/Basisinformationen“ unter den Stichworten „Erdölförderung und Erdgasförderung“. Beiträge lesen
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